Haben Schmusekater eine Chance?


In einer Zeit der Globalisierung und des Dauerstress und des (Beziehungs-) Kulturverfalls hat der respektvoll von Kavalieren und den Damen gelebte Schmusekater-Geist es natürlich gar nicht leicht.

Zwar zeigen die Ergebnisse der modernen Werbung „Sex sells“, aber der echte Gedanke an Eros, Ethik und Ästhetik wird unterdrückt, ausgeschlossen und bekämpft.

Ich möchte lieber NICHT nachforschen, wieviele Zweierbeziehungen alltagsstress-bedingt auf der sexuellen Unter-Null-Grenze sind.

Die Aufsätze dieser und anderer Astromant-Homepages stellen meinen stillen Protest dar gegen die Kurzsichtigkeit und Unachtsamkeit, mit der zur Zeit viele Männer und Frauen,
leider fehlgesteuert
durch Verfall der Beziehungskultur,
durch Werbung,
durch frustrierende Erziehungsbilder,
durch schmerzende falsch bzw. gar nicht verarbeitete Missverständnisse und
durch sonstige Fremdbilder,
miteinander umgehen.

Wir sollten uns unsere Sehnsucht nacheinander und unseren Appetit aufeinander, aber auch unsere Verletzbarkeit und die Angst vor neuen Verletzungen bewusst machen.

Da hilft nur: Vorbehaltlos aufeinander zuzugehen. Der ganze Cyber macht nur Sinn, wenn man früher oder später ein Offline-Treffen ins Kalkül zieht …

Der Mensch braucht den Menschen. Die Begegnung steht im Vordergrund. Die Konzerne wissen das: Selbst in den Zeiten des elektronischen und mobilen Verkaufs verzichtet kein Konzern auf Aussendienst.

Es ist mir eine grosse Beruhigung zu wissen, daß es auch Frauen gibt, die „Schmusekater“ sind, die meine Freude an ästhetischem Empfinden, am Betrachten von Menschen (speziell Frauen) teilen, ohne selber Lesben zu sein.

Sie genießen schlicht und ehrlich den ästhetischen Anblick. Und es stellt sich bei ihnen sexueller Appetit beim Anblick eines männlichen Körpers ein.

Ja, und? Was ist dabei?

Wenn dieser Instinkt aus dem menschlichen Leben durch Unterdrückung oder unbearbeitetes Defizit verschwindet, können wir „dichtmachen“, wie es so schön heißt:

Innerhalb von wenigen Generationen sind wir weg wie einst die Urwelttiere.

Im Internet kommt es zum Erstaunen der Psychologen seit Jahren zu Beziehungen, ohne dass Menschen sich sehen.

Schon lange kennen wir Ehen, die standhalten und das sind Beziehungen, die im Internet begonnen haben. Es gab im Jahr 2000 irgendwann zwei lange Nachtsendungen im VOX-Kanal, da meldeten sich solche Pärchen und erzählten lebhaft, wie sie sich per Chat und Email genähert haben.

Eine zu starke Fixierung auf Chat etc. ist ganz sicher nicht in Ordnung. Echte Internet-Sucht ist problematisch und macht eher einsam.

Sich aber vor dem Offline-Kennenlernen per Mail, Chat und Bildaustausch über soziale Dinge oder auch sexuelle Vorlieben auszutauschen, kann so verkehrt nicht sein.

Alles ist Privatsache und geht keinen anderen und erst recht nicht die Aussenstehenden und Nichtbetroffenen (weil = Ahnungslosen) etwas an …

winkt zwinkernd

Bernd
astromant

Der Cyber und die Dichterin


Cyber und die Dichterin

Jeden Abend blieb ihr nur
Als Beschäftigung die PC-Tastatur.

Ob warm die Nacht, ob kühle,
sie schrieb über Herz und Gefühle.

Da schickte der Mond ihr sein Silber, wie Schnee.
Das duftete nach traurigem Liebesweh.

Und sein Gesicht, so bleich und schön,
sie konnt´ es auf ihrem Bildschirm seh´n.

All das was sie sah, hat sie wohl gespürt,
und sie war danach von sich selbst gerührt

Welche/n Partner suchen wir uns im Leben aus?


Welche/n Partner suchen wir uns im Leben aus?

Andere Menschen können nie oder nur sehr selten unsere seelischen und geistigen Inhalte erkennen, solange wir nicht die uns gemäß  Lebens- bzw. Selbstdarstellungsform gefunden haben. Wer es nicht schafft, den eigenen Inhalten Form zu verleihen, lebt in einer Diskrepanz zwi­schen Inhalt und Form.

Kaum jemand kann im Ernst von sich behaupten wollen, immer und überall den eigenen Inhalten Form verliehen zu haben oder auf allen Lebensgebieten die für ihn richtige Form gefunden zu haben.

Dennoch ist es besonders für die Partneranziehung von großer Wichtig­keit, in welchen Formen wir leben. Nicht nur, weil eine Diskrepanz zwischen Inhalt und Form Unzufriedenheit erzeugt und durch diese Gefühlslage die Partneranziehung ungünstig beeinflusst wird, sondern auch, weil unser soziales Umfeld auf unsere  jeweilige Form körperlich, seelisch und geistig reagiert.

Wer etwa ent­gegen seiner inneren Einstellung durch kritiklos übernommene Fremdbilder oder Erziehungsbilder geprägt in anderen Formen lebt, – besser gesagt sich leben läßt – wird von den anderen entspre­chend der vorhandenen Formen eingeschätzt und beurteilt und meist nicht nach dem, was er wirklich fühlt und denkt.

Auf diese Weise lädt er  die Mitmenschen zu falschen Projektionen ein.

Wenn jemand zum Beispiel seelisch und geistig pro­gressiv eingestellt ist, aber in einer Wohnung lebt, deren Einrichtung aus antiquarischen Möbelstücken besteht und dies aus Bequem­lichkeit nicht ändert, braucht sich nicht zu wundern, wenn seine Partneranziehung nicht stimmt.

Deshalb ist es überaus wichtig, die eigene Identität zu erkennen, den eige­nen Inhalten Stück für Stück in der Aussenwelt Form zu verleihen, beispielsweise in der Garderobe, im Berufsleben und im ganzen Lebensstil.

Es geht wie immer im Leben darum, mit sich selbst in Einklang zu kommen, authentischer zu werden, immer mehr das zu leben, wozu man geschaf­fen ist, was einem Freude bereitet und Glück bringt.

Wer sich an das Gesetz von Inhalt und Form halten will, darf sich nicht mehr nach den anderen richten oder sich eine Norm oder irgendein Ideal zum Maßstab nehmen, sondern muss Farbe bekennen, das heißt er muss zeigen, wer er ist, wie er eingestellt ist, was er bevor­zugt, welchen Geschmack er hat und anderes.

Durch ein solches Verhalten taucht man aus der Anonymität der Masse auf, man eckt an, ist zwar der Kritik, etwaigem Tadel und vielleicht auch Mißfallenskundgebungen, aber auch Lob und Beifall ausgesetzt.

Man erkennt auf einmal, wie Menschen, die man für seine Freunde gehalten hat, zu Feinden werden und umgekehrt. Hat man vorher weder Freunde noch Feinde gehabt, hat man plötzlich beides. Man hat sich profiliert und wird jetzt erst rich­tig wahrgenommen und definiert.

Das hat selbstverständlich mit Rücksichtslosigkeit nichts zu tun; die ist damit nicht gemeint.

Nach einem derartigen Prozeß kann man auch endlich die Freunde und Lebenspartner kennen lernen, die tatsäch­lich zu einem passen. Vorher hat man nur Partner angezogen, die der eigenen Diskrepanz zwischen Inhalt und Form gemäß waren. Weil man selbst –  aus welchen Gründen auch immer –  in falschen Formen lebte, stellten die „falschen“ Partner die schicksalsmäßig richti­ge Entsprechung dar.

Wer in seinem Garten Vogelgezwitscher hören will, muss vorher in seinem Garten Bedingungen schaffen, unter denen sich die Piepmätze wohl fühlen. Ein Meisenring aus dem Supermarkt reicht nicht, es muss ein ruhiges Plätzchen geschaffen werden mit einer Wasserstelle … Sie wissen, was ich sagen/schreiben will.

Ebenso verhält es sich bei der Partneranziehung, wobei der jeweilige ,,Papageno“ der sich zum Partner wandeln soll, durch eine „Papagena“ angezogen wird, die für die richtigen Rahmenbedingungen gesorgt hat, und umgekehrt. Cosi fan tutte …

Längst nicht immer müssen so tiefschürfende Verände­rungen im Leben eines Menschen vorgenom­men werden, um Glück und Erfüllung zu fin­den.

Um das Unterbewusstsein bindungsfähig und bindungswillig einzustimmen, d. h. zu einer ersten oder neuen Partnerbeziehung zu bewegen, genügt es oft schon, den Blickwinkel für die eigenen Stärken und Schwächen zu verändern.

Wer Mauern einreißen will, oder einen Garten bestellen will, fängt am besten zunächst auf dem eigenen Grundstück an.