Oculi – Meine Augen sehen … 3. Passions-Sonntag


Oculi – Okuli heißt der dritte Passions-Sonntag vor Ostern

Als Konfirmanden in spe haben wir uns die Namen der Sonntage durch eine Eselsbrücke merken können, die lautete:
„In Richters Ofen liegen junge Palmen!“ und schon war die Verbindung hergestellt zu Invocavit, Reminiscere, Oculi, Laetare, Judicavit und Palmarum.

Oculi – Meine Augen sehen (auf den Herrn… ) heißt der dritte Passions-Sonntag oder Fasten-Sonntag vor Ostern.

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Jehovas Zeugen – Aussteiger berichten


 

 

Klick-Hinweis:

JZ Ausstieg.

Ja. Manchmal kommen Zeugen auch zu mir an die Tür.

Nein. Ich schicke die nicht unwillig weg.

Nein, ich rede mit denen.

Manche dieser roten und blauen Bände, die sie den – pardon! – religiös Ungeübten so gern in die Hand drücken,  habe ich zuhause.

Ja, ich lasse mich einladen zu Ihrer Bibelstunde.Wenn die Einladung schriftlich von den Ersten der Jehova-Gemeinde kommt und mit einer Tagesordnung und Sprechzeit-Angaben  verbunden ist…

Allerdings weise ich darauf hin, dass ich meine Luther-Bibel mitbringe und aus der vorlesen werde.

Und dass ich mich nie mit den abgespeckten Pseudo-Bunt-„Bibeln“

(amerikanisch eingefärbte willkürliche comic-style-kolorierte Bangemacher-„Extrakte“ aus dem Alten Testament)

abspeisen lassen würde.

Gerne zitiere ich bei dieser Gelegenheit gern den Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln…“ oder das Hohe Lied Salomon…

Manchmal zitiere ich auch Stellen, die sich mit Grundregeln der Astrologie befassen und nach denen Astrologen wie ich heute noch arbeiten.

Und dass ich ein Astrologe bin, lasse ich auch so nebenbei einfließen.

Ob ich je eine Enladung erhalten habe?

Nein.

Ob sich Zeugen gemeldet haben nach ca. einem Jahr um mir zu sagen, dass sie wieder in ihre evangelische Heimagemeinde zurückgegangen sind?

Ja. Zwei.

 

Ansonsten – kein Kommentar von mir.

 


Das Weihnachtsfest und seine Entwicklung

Weihnachten ist ein Fest, mit dem die Geburt Jesu Christi verbindlich seit dem Jahre 381 gefeiert wird.

Damals bestimmte nach mehrfacher Terminverlegung das Konzil von Konstantinopel den 25. Dezember (Mithras Geburtstag) als Termin des Weihnachtsfestes.

Die Festlegung war auch Berechnung: Der 25. März gilt als erster Tag der Schöpfung und damit auch als Zeugungsdatum Jesu.

Rechnet man von dort aus (philosophisch-glatte) neun Schwangerschafts-Monate weiter, so gelangt man zum 25. Dezember.

Der deutliche Wandel vom christlichen Fest zur stimmungsvollen Familienfeier ist aber nicht allein ein Phänomen auf der Schwelle zum neuen Jahrzehnt.

Das Weihnachtsfest, wie es sich heute vielen Menschen darstellt (in Norddeutschland gibt es gar den Begriff ,,Vulbuks Abend“, Abend des vollen Bauches), ist das Ergebnis einer Entwicklung über längere Zeitepochen.

Besonders auffällig ist die Vermischung katholischer und evangelischer Bräuche. Die Protestanten steuerten Christbaum, Adventskranz und die Bescherung (sie geht auf Martin Luther zurück) bei, die Katholiken die Weihnachtskrippe und die Sternsinger. Diese Überwindung von Konfessionsgrenzen kann zur ,,wihen naht“ — so ein bayrischer Spruchdichter um 1190— nur begrüßenswert sein.

Andere begriffliche Herleitungen hingegen sind bedenklich: So wurde der Christbaum erst im Nazi-Deutschland zum Weihnachtsbaum. Das war ein Versuch, seine christliche Spuren zu verwischen. Während dem ,,Schmuckbaum“ aus einstigen DDR-Zeiten sowieso keine Zukunft beschieden war, fand der Begriff „Weihnachtsbaum“ Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch.
Am Christbaum reiben sich die deutschen Geister der Historie. Dem geschmückten Nadelbaum gelang der Durchbruch erst am Rande der Schlachtfelder im deutsch-französischen Krieg 1870/71. In den Lazaretten und Quartieren kündeten die Kerzen am Baum nicht allein von der Sehnsucht nach Frieden, sondern auch vom machtvoll erwachten Nationalstolz. Tröstlich, daß der deutsche Brauch des Christbaums nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Weg auch ins benachbarte Ausland fand.

Was sich im Alltag heute noch vom traditionellen Weihnachtsfest wiederfindet, sind unter anderem die Schulferien. Sie beschreiben in etwa den 12tägigen Weihnachtsfestkreis vom 25. Dezember bis zum 6. Januar – das Fest zur Erscheinung des Herrn (Epiphanie).

Der Dreikönigstag ist mit dem Brauch der Sternsinger lebendig geblieben — auch dies ist eine deutsche Besonderheit, die möglicherweise Folge eines mittelalterlichen Raubzugs ist: Seit Erzbischof Rainald von Dassel (1159-1167) die Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln überführte, besitzen die Magier aus dem Morgenland hierzulande so etwas wie die doppelte Staatsbürgerschaft.

Schlechter erging es den Heiligengedenktagen, die nur vereinzelt erinnerlich geblieben sind. Stephanus (26. Dezember) war der erste Märtyrer der Christenheit, ein Diakon der Jerusalemer Gemeinde, der vom Hohen Rat zum Tod durch Steinigung verurteilt worden war.

Das Fest des Apostel Johannes – ihm vertraute der sterbende Jesu seine Mutter an – wird am 27. Dezember gefeiert. Gedacht wird auch der ,,Unschuldigen Kinder“ (28. Dezember), die auf Befehl des Herodes nach der Geburt des Messias in Bethlehem ermordet wurden.

Das Weihnachtsfest hat im Laufe der Jahrhunderte sein Gesicht verändert: katholische und evangelische Bräuche vermischten sich; nationale und kirchenfeindliche Kräfte wirkten hinein; und der Weihnachtsfestkreis blieb nur noch in Bruchstücken lebendig.

Ein Wandel zur Unkenntlichkeit?

Die Heilige Schrift kann hier zur Rückversicherung werden, wenn in den Christmetten aus dem Lukasevangelium gelesen wird:

„Es begab sich aber in jenen Tagen ein Erlaß des Kaisers Augustus, daß alle Welt geschätzet würde …“

Indianer


Der indianische Weg das Leben zu achten

Ich achte das Leben in all seinen Formen, denn so finde ich Hilfe.

Ich achte die Alten, denn sie haben Lebensfülle und Weisheit.

Ich achte die Frauen, denn sie hüten das Geschenk des Lebens und der Liebe.

Ich achte die Freundschaft, denn im Teilen erfülle ich Gottes Willen.

Ich halte mein Wort, ich bin friedfertig, ich bin mutig.

Gott, lass alle guten Kräfte wachsen, lass mich zuhören und hinhören, wenn die Weisen sprechen, dann wird alles, was ich tue, gut und gerecht sein.

Gebote der Ojibwa, zitiert nach Wolfgang Peoplau ,,Indianische Gebete“.

Als die Erde mit all ihren Lebewesen erschaffen wurde, war es nicht die Absicht des Schöpfers, dass nur Menschen auf ihr leben sollten. Wir wurden zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern in diese Welt gesetzt, mit denen, die vier Beine haben, mit denen, die fliegen, und mit denen, die schwimmen.

All diese Lebewesen, auch die kleinsten Gräser und die größten Bäume, bilden mit uns eine große Familie. Wir alle sind Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde.

Aus der Danksagung der Irokesen, zitiert. nach Recheis/Bydlinski „Freundschaft mit der Erde — Der indianische Weg“.

Ich kam mit einer bronzefarbenen Haut auf die Welt, und ich fühle mich wohl damit. Manche meiner Freunde wurden mit weißer oder schwarzer oder gelber Haut geboren. Man hat sie nicht gefragt, und doch ist es gut so.

Es gibt gelbe Rosen, weiße Rosen und rote Rosen, und jede von ihnen ist schön. Ich hoffe, dass meine Kinder in einer Welt leben werden, in der die Menschen aller Hautfarben miteinander auskommen und zusammen arbeiten, ohne dass die Mehrheit versucht, die anderen nach ihrem Willen umzuformen.

Tatanga Mani (Walking Buffalo) vom Volk der Stoney-Indianer, gest. 1967,
zitiert nach Recheis/Bydlinski „Freundschaft mit der Erde — Der indianische Weg“.