Sprechblasen und andere Phrasen


Eine Einleitung entfällt

Sprechblasen und andere Phrasen

Nein, es gibt nicht nur „Unworte“, es gibt auch „Unsätze“.

Es folgen jetzt Unsätze meines Lebens,
also die Wortzusammenstellungen, die ich eigentlich nie wieder hören will.

Sie fallen nichtsdestotrotz hin und wieder doch. Sie machten mir in früheren Jahren Missvergnügen bis zum Sodbrennen.

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Geheimnis des Glanzes


Das Geheimnis des Glanzes

Die beiden Freunde, von denen ich schon etliche Male erzählte, saßen sich wieder einmal speisend im Interconti gegenüber.

Wiederholt hatte ich Gelegenheit, durch die Akustik begünstigt, große Teile ihres interessanten, manchmal frivolen Gespräches zu hören. Sie waren Geschäftsleute, Herren in meinem Alter, die auch über Wertpapiere und Geschäftsambitionen sprachen. Ich meine sie von der Schule her zu kennen, bin aber nie diesbezüglich auf sie zugegangen. Das Zuhören schien mir bisher immer interessanter.

Besonders gern hörte ich Ihnen zu, wenn es, wie heute wieder, um die Damenwelt ging…

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Invokavit – Invocavit – ein interessanter Sonntag


Invokavit – Invocavit – ein interessanter Sonntag

Unser Pastor Herr Füsgen hat es uns heute von der Kanzel aus erklärt:

Komplett heisst dieser Passus: „Invocavit me, et ergo exaudiam eum“

Das hat zu tun mit dem Psalm 91, Vers 15;) „Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören“ (Ps 91,15 EU).

Wir hörten die Erzählung von der Versuchung Jesu und danken Gott, dass wir in ihm einen Schöpfer haben, der durch sein Opfer für uns die Erlösung gewirkt hat.

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Nelson Mandela


Nelson Mandela bei seinem Amtsantritt:

„Unsere tiefgreifende Angst ist es nicht,
daß wir ungenügend sind.
Unsere tiefgreifende Angst ist,
über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
die uns am meisten Angst macht.

Wir fragen uns, wer bin ich, mich brilliant,
großartig oder phantastisch zu nennen?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?
Du bist ein Kind des Lichtes.

Sich selbst klein zu halten dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen,
daß andere um Dich herum sich unsicher fühlen.
Wir sind alle dazu bestimmt zu leuchten, wie es die Kinder tun.

Wir sind geboren worden,
um den Glanz des Lichtes,
welches in uns ist, zu manifestieren.

Es ist nicht nur in einigen von uns,
es ist in jedem einzelnen.
Und wenn wir unser eigenes Licht
erscheinen lassen,
geben wir unbewußt anderen Menschen
die Erlaubnis dasselbe zu tun.“


Das Weihnachtsfest und seine Entwicklung

Weihnachten ist ein Fest, mit dem die Geburt Jesu Christi verbindlich seit dem Jahre 381 gefeiert wird.

Damals bestimmte nach mehrfacher Terminverlegung das Konzil von Konstantinopel den 25. Dezember (Mithras Geburtstag) als Termin des Weihnachtsfestes.

Die Festlegung war auch Berechnung: Der 25. März gilt als erster Tag der Schöpfung und damit auch als Zeugungsdatum Jesu.

Rechnet man von dort aus (philosophisch-glatte) neun Schwangerschafts-Monate weiter, so gelangt man zum 25. Dezember.

Der deutliche Wandel vom christlichen Fest zur stimmungsvollen Familienfeier ist aber nicht allein ein Phänomen auf der Schwelle zum neuen Jahrzehnt.

Das Weihnachtsfest, wie es sich heute vielen Menschen darstellt (in Norddeutschland gibt es gar den Begriff ,,Vulbuks Abend“, Abend des vollen Bauches), ist das Ergebnis einer Entwicklung über längere Zeitepochen.

Besonders auffällig ist die Vermischung katholischer und evangelischer Bräuche. Die Protestanten steuerten Christbaum, Adventskranz und die Bescherung (sie geht auf Martin Luther zurück) bei, die Katholiken die Weihnachtskrippe und die Sternsinger. Diese Überwindung von Konfessionsgrenzen kann zur ,,wihen naht“ — so ein bayrischer Spruchdichter um 1190— nur begrüßenswert sein.

Andere begriffliche Herleitungen hingegen sind bedenklich: So wurde der Christbaum erst im Nazi-Deutschland zum Weihnachtsbaum. Das war ein Versuch, seine christliche Spuren zu verwischen. Während dem ,,Schmuckbaum“ aus einstigen DDR-Zeiten sowieso keine Zukunft beschieden war, fand der Begriff „Weihnachtsbaum“ Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch.
Am Christbaum reiben sich die deutschen Geister der Historie. Dem geschmückten Nadelbaum gelang der Durchbruch erst am Rande der Schlachtfelder im deutsch-französischen Krieg 1870/71. In den Lazaretten und Quartieren kündeten die Kerzen am Baum nicht allein von der Sehnsucht nach Frieden, sondern auch vom machtvoll erwachten Nationalstolz. Tröstlich, daß der deutsche Brauch des Christbaums nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Weg auch ins benachbarte Ausland fand.

Was sich im Alltag heute noch vom traditionellen Weihnachtsfest wiederfindet, sind unter anderem die Schulferien. Sie beschreiben in etwa den 12tägigen Weihnachtsfestkreis vom 25. Dezember bis zum 6. Januar – das Fest zur Erscheinung des Herrn (Epiphanie).

Der Dreikönigstag ist mit dem Brauch der Sternsinger lebendig geblieben — auch dies ist eine deutsche Besonderheit, die möglicherweise Folge eines mittelalterlichen Raubzugs ist: Seit Erzbischof Rainald von Dassel (1159-1167) die Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln überführte, besitzen die Magier aus dem Morgenland hierzulande so etwas wie die doppelte Staatsbürgerschaft.

Schlechter erging es den Heiligengedenktagen, die nur vereinzelt erinnerlich geblieben sind. Stephanus (26. Dezember) war der erste Märtyrer der Christenheit, ein Diakon der Jerusalemer Gemeinde, der vom Hohen Rat zum Tod durch Steinigung verurteilt worden war.

Das Fest des Apostel Johannes – ihm vertraute der sterbende Jesu seine Mutter an – wird am 27. Dezember gefeiert. Gedacht wird auch der ,,Unschuldigen Kinder“ (28. Dezember), die auf Befehl des Herodes nach der Geburt des Messias in Bethlehem ermordet wurden.

Das Weihnachtsfest hat im Laufe der Jahrhunderte sein Gesicht verändert: katholische und evangelische Bräuche vermischten sich; nationale und kirchenfeindliche Kräfte wirkten hinein; und der Weihnachtsfestkreis blieb nur noch in Bruchstücken lebendig.

Ein Wandel zur Unkenntlichkeit?

Die Heilige Schrift kann hier zur Rückversicherung werden, wenn in den Christmetten aus dem Lukasevangelium gelesen wird:

„Es begab sich aber in jenen Tagen ein Erlaß des Kaisers Augustus, daß alle Welt geschätzet würde …“