Anthroposophische Gesellschaft 2010


Zitat:
Anthroposophische Gesellschaft unter finanziellem Druck

Massive Einsparungen stehen der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft ins Haus. Wie die Zeitschrift Info3 in ihrer aktuellen Ausgabe (Heft 7/8, 15ff) berichtet, sei das in Dornach bei Basel gelegene Goetheanum, Hauptsitz der weltweit tätigen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft mit ihren Fachrichtungen, „nach Stand der Dinge im bisherigen Umfang ‚eigentlich‘ nicht mehr finanzierbar“. Ostern 2010 wurde bekannt, dass jährlich mindestens zwei Millionen Schweizer Franken (CHF) und damit rund acht Prozent des Gesamtetats fehlen. In den Jahren 2010/2011 sind nach dem Bericht der Zeitschrift Einsparungen in Höhe von 3,5 Millionen CHF notwendig. Der Vorstand am Goetheanum geht in seinem neuesten Etatentwurf von Kürzungen in allen Bereichen in Höhe von acht bis zehn Prozent aus. Davon sei lediglich die Hochschule für Geisteswissenschaft ausgenommen. Der Schatzmeister der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, Cornelius Pietzner, stimmt die Mitglieder auf schwere Zeiten ein: „Ohne adäquate Reserven für die monatlichen Rechnungen und Gehälter in Höhe von ca. 2 Mio. CHF bleibt die Lage für das Goetheanum schwierig. Ohne ein Wachstum der Mitgliedschaft, ohne neue Einnahmequellen werden empfindliche Kürzungen in den traditionellen Aufgabenfeldern des Goetheanum absehbar.“ (Jahresbericht der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft 2009/2010, 21)

Die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft hat derzeit rund 47.000 Mitglieder und ist Trägerverein des Goetheanums, des geistigen Zentrums der Anthroposophischen Bewegung. In dem imposanten Bau finden regelmäßig Fachtagungen und Kongresse statt.

Zugleich befindet sich dort die Spielstätte für „Eurythmieproduktionen“ und für die von Steiner konzipierten Mysteriendramen.

Von den Anthroposophen wird das Goetheanum deshalb auch als Mysterienort betrachtet. Im Goetheanum sind weitere selbständig tätige Tochterunternehmen, wie etwa der Verlag am Goetheanum, das Kaffee- und Speisehaus, Gästehäuser sowie ? als Zweckbetrieb ? die Wochenschrift „Das Goetheanum“ ansässig. In der Gesamtorganisation arbeiten etwa 180 fest angestellte und 80 freie Mitarbeiter.

Dr. Matthias Pöhlmann

Zitat Ende

Paradigmenwechsel – Welt im Wandel


Welt im Wandel – Über die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels

Ein Artikel von Anna K.

Zitat:

Unsere Gesellschaft ist in einem grundlegenden Wandel begriffen und viele Menschen erkennen, dass die Probleme sich nicht mehr auf die bisherige Weise lösen lassen.

Die veralteten Gesellschaftsstrukturen und traditionellen Denkweisen werden immer mehr durchbrochen. Wer sich mit den Missständen unserer Zeit befasst erkennt unweigerlich, dass hinter all dem Geschehen Glaubenssysteme stecken, die keinen wirklichen Fortschritt ermöglichen.

Was die Menschheit von einem globalen Quantensprung des Bewusstseins abhält, ist der fehlende gemeinsame Nenner, mit dem sich die Welt erklären lässt.

„Fast alle Menschen stolpern irgendwann einmal in ihrem Leben über die
Wahrheit. Die meisten springen schnell wieder auf, klopfen sich den Staub ab und eilen ihren Geschäften nach, so, als ob nichts geschehen sei“. (Winston Churchill)

Unser Weltgeschehen wird ständig von Ereignissen geprägt, die die Menschheit immer wieder zum Umdenken zwingen. Finanzkrise, Umweltzerstörung, Krieg und Terror sind uns allen bewusst. Doch wie das obige Zitat anmutet, verdrängt der Mensch auch allzu gerne, sieht weg, nimmt Zeichen nicht wahr und glaubt sowieso nur, was er glauben will.

Kennen auch Sie die angespannte Stammtischstimmung wenn es um Arbeitslosigkeit, Politik oder die Klimakatastrophe geht?

Dabei werden viele zu Experten, die alles besser wissen und überhaupt alles ganz anders machen würden. Ihnen gegenüber stehen die hoffnungslos Deprimierten, die den aussichtslosen Kampf gegen die Obrigkeit längst aufgegeben haben.

Es muss sich was ändern, hört man dann immer, denn so kann es schließlich nicht weitergehen.

Ändern, aber was?

Frieden schaffen doch mit Waffen?

Krieg will keiner. Dennoch versuchen wir paradoxerweise weltweit mit Hilfe von Waffen, Frieden zu stiften.

Keiner sieht es gerne, wenn Tiere gequält werden, und dennoch essen viele Menschen täglich Fleisch und verdrängen dabei, dass zur Produktion des Fleisches Tiere geschunden und in Schlachthöfen am Fließband getötet werden.

In den letzten 50 Jahren, in nur einem Menschenalter, wurde die Erde extremer verändert als durch alle vorherigen Generationen.

Wir rücken immer näher zusammen, aus Meilen werden Minuten. Alles wird schneller und schneller.

Mutter Erde tobt und bebt weil ihr die letzten Rohstoffe entzogen werden. Aber wir beruhigen uns mit der Tatsache, dass Chile oder Haiti doch ziemlich weit weg sind. Wasserknappheit in Afrika? Wen interessiert´s? Wir Deutschen sind ja mitunter die Sparesel beim Pro-Kopf Verbrauch.

We love to entertain you!

Wir beklagen unsere hohe Arbeitslosenquote und verteufeln gleichzeitig die Chinesen und deren rücksichtsloses Wirtschaftswachstum.

Wir kaufen aber gerne deren Billigware in Ein-Euro-Läden.

Während wir von fast allem immer mehr haben, wird Zeit immer knapper. Zeit ist in den letzten Jahrzenten rar geworden – und das in einem Zeitalter das durch technologischen Fortschritt glänzt!

Bei all den technischen Hilfsmitteln, die wir heute besitzen, müssten wir mehr Zeit denn je haben. Zeit für was eigentlich? Konsum? Freizeit? Befriedigung?

Verdammter Kreislauf!

Während wir schon wieder dabei sind zu konsumieren, schuften die Chinesen schon mal fleißig an den Fließbändern weiter und stellen für unsere Kinder batteriebetriebene 1-Euro-mini-Computer her.

Doch wer will schon zurück ins Mittelalter?

Die Wäsche wäscht sich von alleine, wir reisen um die halbe Welt wenn das Konto dick genug ist, und wenn nichts mehr geht, dann kann uns immer noch das Fernsehen unterhalten (?).

Wohl eher unten-halten…!

Zeit für neues Bewusst-Sein

Im gegenwärtigen Zeitalter beschäftigen wir den Geist unnötigerweise mit vielen Arten der Sinnenbefriedigung und muten dabei unserem Verstand eine derart massive Reizüberflutung zu, dass uns die Aussicht auf eine Änderung vernebelt wird.

Sind Sie davon auch betroffen?

Doch allem Anschein nach ist der Mensch auf der Suche nach irgendwas.

Denn obgleich weltweit teilweise extreme Zustände herrschen, ist gleichzeitig ein Wandel im Bewusstsein vieler Menschen spürbar, der offenbar eine spirituelle Rückbesinnung bestätigt.

Warum sonst schießen die Ratgebermagazine in den Büchereien wie Pilze aus dem Boden?

Immer mehr Yogaschulen etablieren sich im Westen.

Die Menschen treten aus der Kirche aus und woanders dem Buddhismus bei.

Viele haben bereits erkannt, dass wieder ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur hergestellt werden muss und dies beginnt mit der eignen bewussten Entscheidung für ein solches Gleichgewicht und eine entsprechende Lebensweise.

Doch was ist im Sinne der Allgemeinheit? Der Natur? Und was sagt eigentlich der liebe Gott dazu?

Vor allem in den materialistisch geprägten Kulturen des Westens erfahren wir heute nur wenig über eine geistige Existenz des Menschen.

Das Problem des mangelnden Verständnisses für geistige Dinge wurzelt zum Teil auch in einer offiziellen Regierungsposition, die jegliche spirituellen Aspekte des Menschen verneint und dies in ihrer Unterstützung der konventionell geprägten Wissenschaft zum Ausdruck bringt.

Was spricht denn gegen eine ganzheitliche Sichtweise, in der Philosophie, Esoterik, Religion und Wissenschaft Platz haben?

Das eine schließt das andere nicht aus.

Ist es nicht die Einseitigkeit, die den Geist am Wachstum und somit an neuer Erkenntnis hindert?

Unterschiedliche Erkenntnisse aus den verschiedensten Wissensgebieten erzeugen keinen Stillstand im Bewusstsein, sie bereichern.

Die Uneinigkeit in der menschlichen Gesellschaft ist darauf zurückzuführen, dass es eben kein gültiges universelles Prinzip gibt an das sich jeder halten kann.

Oder vielleicht doch?

Was wäre denn die Wahrheit, die, wenn sie existiert, immer und überall für jeden zugänglich ist und nur „entdeckt“ werden muss oder über die man eben stolpern kann?

Gibt es so etwas wie ein Ur-Bewusstsein auf das die Menschheit sich berufen könnte?

Was muss die Menschheit erkennen oder überwinden, damit die Zukunft nicht länger die Last der Vergangenheit trägt?

Der Radikale Mittelweg: Überwindung von Atheismus und Monotheismus

Eine Antwort auf diese Frage beschreibt der Sachbuchautor und Philosoph Armin Risi in seinem Buch „Der radikale Mittelweg“, einem Buch zum aktuellen Paradigmenwechsel.

Tiefgründig und ausführlich beschreibt er welche Weltbilder und Mentalitäten für die Zustände in unserer Welt verantwortlich sind.

Der Autor analysiert das vergangene und gegenwärtige Zeitengeschehen und postuliert, dass sowohl der Atheismus als auch der Monotheismus der Gegenwart die größten Extreme darstellen.

In beiden Weltbildern ist nicht Liebe das höchste Prinzip, denn hier stehen die ideologischen Interessen im Vordergrund.

Risi weist darauf hin, dass die Verabsolutierung heiliger Schriften aber auch des Materialismus zu gefährlichen Halbwahrheiten führt.

Deutlich führt er dem Leser vor Augen, dass jede Spaltung zwei Seiten erzeugt und die Einseitigkeit beider Seiten zu Extremen führt.

Ein Ausweg aus dieser Spaltung ist „Der radikale Mittelweg“ des Theismus.

Dieser geht in Bezug auf die genannten Weltbilder über die Einseitigkeiten hinaus.

Der Theismus erkennt die Liebe als die höchste Realität an, denn Liebe ist das Bewusstsein des gleichzeitigen Eins-und Individuellseins in Gottes Ganzheit.

Mit diesem ganzheitlichen Weltbild legt Risi ein Gottesbild nahe, das die gemeinsame Essenz von Philosophie und Religion beschreibt.

„Der radikale Mittelweg“ ist somit ein Aufruf zur Rückbesinnung von ältestem Wissen in Verbindung zu neuesten Erkenntnissen der Menschheit.

Entscheidend dabei ist nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, sondern die innere Gottesverbindung die immer ganz individuell ist.

Da Veränderungen immer mit einem Wandel im Bewusstsein beginnen, ist dieses Grundlagenwerk für Menschen, die diese Weisheit in ihrem Leben fruchtbar machen wollen, ein beginnender Schritt für den heute notwendigen Paradigmenwechsel hier auf Erden.

Die Bücher von Armin Risi sind Grundlagenwerke des Theismus, und ihre Inhalte laden ein zu Vernetzung und Studium.

Die aktuellen Informationen hierzu finden Sie im Internet auf: http://theistic-network.org/

Weitere Webseiten von Armin Risi:
http://armin-risi.ch/
http://science-of-involution.org/

Zitat Ende

Der radikale Mittelweg


Hin und wieder habe ich von Armin Risi und seinen interessanten 3 Büchern erzählt, die mir durch eine freundliche Spende eines Gönners aus meinem I-GING-Umfeld zugefallen sind.

Armin Risi hat ein neues Buch mit dem Titel

Der radikale Mittelweg

verfasst.

Statt einer Buchrezension zitiere ich aus dem Text, den unser Risi-NRW-Mitglied Anna für die Veröffentlichung der „OASE“ Bochum verfasst hat.

Kürzer und klarer geschweige denn besser als Anna könnte ich über die Gruppe, das Buch und das Thema „Theistisches Netzwerk nicht referieren:

Zitat:

… „Theistisches Netzwerk“

Unsere Gesellschaft ist in einem grundlegenden Wandel begriffen und viele Menschen erkennen, dass die Probleme sich nicht mehr auf die bisherige Weise lösen lassen.

Die veralteten Gesellschaftsstrukturen und traditionellen Denkweisen werden immer mehr durchbrochen. Wer sich mit den Missständen unserer Zeit befasst erkennt unweigerlich, dass hinter all dem Geschehen Glaubenssysteme stecken, die keinen wirklichen Fortschritt ermöglichen.

Was die Menschheit von einem globalen Quantensprung des Bewusstseins abhält, ist der fehlende gemeinsame Nenner, mit dem sich die Welt erklären lässt.

Der Radikale Mittelweg: Überwindung von Atheismus und Monotheismus

Tiefgründig beschreibt der Sachbuchautor und Philosoph Armin Risi in seinem Buch „Der radikale Mittelweg“, einem Buch zum aktuellen Paradigmenwechsel, welche Weltbilder und Mentalitäten für die Zustände in unserer Welt verantwortlich sind.

Der Autor analysiert das vergangene und gegenwärtige Zeitengeschehen und postuliert, dass sowohl der Atheismus als auch der Monotheismus der Gegenwart die größten Extreme darstellen.

In beiden Weltbildern ist nicht Liebe das Höchste Prinzip denn hier stehen die ideologischen Interessen im Vordergrund.

Risi weist darauf hin, dass die Verabsolutierung heiliger Schriften aber auch des Materialismus zu gefährlichen Halbwahrheiten führt.

Deutlich führt er dem Leser vor Augen, dass jede Spaltung zwei Seiten erzeugt und die Einseitigkeit beider Seiten zu Extremen führt.

Ein Ausweg aus dieser Spaltung ist „Der radikale Mittelweg“ des Theismus.

Dieser geht in Bezug auf die genannten Weltbilder über die Einseitigkeiten hinaus. Der Theismus erkennt die Liebe als die höchste Realität an, denn Liebe ist das Bewusstsein des gleichzeitigen Eins-und Individuellseins in Gottes Ganzheit.

Mit diesem ganzheitlichen Weltbild legt Risi ein Gottesbild nahe, das die gemeinsame Essenz von Philosophie und Religion beschreibt.

„Der radikale Mittelweg“ ist somit ein Aufruf zur Rückbesinnung von ältestem Wissen in Verbindung zu neuesten Erkenntnissen der Menschheit.

Entscheidend dabei ist nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, sondern die innere Gottesverbindung die immer ganz Individuell ist.

Da Veränderungen immer mit einem Wandel im Bewusstsein beginnen, ist dieses Grundlagenwerk für Menschen, die diese Weisheit in ihrem Leben fruchtbar machen wollen, ein beginnender Schritt für den heute notwendigen Paradigmenwechsel hier auf Erden.

Die Bücher von Armin Risi sind Grundlagenwerke des Theismus, und ihre Inhalte laden ein zu Vernetzung und Studium in der Oase Bochum.

Die aktuellen Informationen hierzu finden Sie im Internet auf:

http://theistic-network.org/

Weitere Webseiten von Armin Risi :

http://armin-risi.ch/

http://science-of-involution.org/

Der Theistische Kreis bietet Vernetzung von theistisch inspirierten Einzelpersonen sowie Kontaktpersonen von religiösen, geisteswissenschaftlichen und säkularen Organisationen.


Zitat Ende

Der Cyber und die Dichterin


Cyber und die Dichterin

Jeden Abend blieb ihr nur
Als Beschäftigung die PC-Tastatur.

Ob warm die Nacht, ob kühle,
sie schrieb über Herz und Gefühle.

Da schickte der Mond ihr sein Silber, wie Schnee.
Das duftete nach traurigem Liebesweh.

Und sein Gesicht, so bleich und schön,
sie konnt´ es auf ihrem Bildschirm seh´n.

All das was sie sah, hat sie wohl gespürt,
und sie war danach von sich selbst gerührt

Welche/n Partner suchen wir uns im Leben aus?


Welche/n Partner suchen wir uns im Leben aus?

Andere Menschen können nie oder nur sehr selten unsere seelischen und geistigen Inhalte erkennen, solange wir nicht die uns gemäß  Lebens- bzw. Selbstdarstellungsform gefunden haben. Wer es nicht schafft, den eigenen Inhalten Form zu verleihen, lebt in einer Diskrepanz zwi­schen Inhalt und Form.

Kaum jemand kann im Ernst von sich behaupten wollen, immer und überall den eigenen Inhalten Form verliehen zu haben oder auf allen Lebensgebieten die für ihn richtige Form gefunden zu haben.

Dennoch ist es besonders für die Partneranziehung von großer Wichtig­keit, in welchen Formen wir leben. Nicht nur, weil eine Diskrepanz zwischen Inhalt und Form Unzufriedenheit erzeugt und durch diese Gefühlslage die Partneranziehung ungünstig beeinflusst wird, sondern auch, weil unser soziales Umfeld auf unsere  jeweilige Form körperlich, seelisch und geistig reagiert.

Wer etwa ent­gegen seiner inneren Einstellung durch kritiklos übernommene Fremdbilder oder Erziehungsbilder geprägt in anderen Formen lebt, – besser gesagt sich leben läßt – wird von den anderen entspre­chend der vorhandenen Formen eingeschätzt und beurteilt und meist nicht nach dem, was er wirklich fühlt und denkt.

Auf diese Weise lädt er  die Mitmenschen zu falschen Projektionen ein.

Wenn jemand zum Beispiel seelisch und geistig pro­gressiv eingestellt ist, aber in einer Wohnung lebt, deren Einrichtung aus antiquarischen Möbelstücken besteht und dies aus Bequem­lichkeit nicht ändert, braucht sich nicht zu wundern, wenn seine Partneranziehung nicht stimmt.

Deshalb ist es überaus wichtig, die eigene Identität zu erkennen, den eige­nen Inhalten Stück für Stück in der Aussenwelt Form zu verleihen, beispielsweise in der Garderobe, im Berufsleben und im ganzen Lebensstil.

Es geht wie immer im Leben darum, mit sich selbst in Einklang zu kommen, authentischer zu werden, immer mehr das zu leben, wozu man geschaf­fen ist, was einem Freude bereitet und Glück bringt.

Wer sich an das Gesetz von Inhalt und Form halten will, darf sich nicht mehr nach den anderen richten oder sich eine Norm oder irgendein Ideal zum Maßstab nehmen, sondern muss Farbe bekennen, das heißt er muss zeigen, wer er ist, wie er eingestellt ist, was er bevor­zugt, welchen Geschmack er hat und anderes.

Durch ein solches Verhalten taucht man aus der Anonymität der Masse auf, man eckt an, ist zwar der Kritik, etwaigem Tadel und vielleicht auch Mißfallenskundgebungen, aber auch Lob und Beifall ausgesetzt.

Man erkennt auf einmal, wie Menschen, die man für seine Freunde gehalten hat, zu Feinden werden und umgekehrt. Hat man vorher weder Freunde noch Feinde gehabt, hat man plötzlich beides. Man hat sich profiliert und wird jetzt erst rich­tig wahrgenommen und definiert.

Das hat selbstverständlich mit Rücksichtslosigkeit nichts zu tun; die ist damit nicht gemeint.

Nach einem derartigen Prozeß kann man auch endlich die Freunde und Lebenspartner kennen lernen, die tatsäch­lich zu einem passen. Vorher hat man nur Partner angezogen, die der eigenen Diskrepanz zwischen Inhalt und Form gemäß waren. Weil man selbst –  aus welchen Gründen auch immer –  in falschen Formen lebte, stellten die „falschen“ Partner die schicksalsmäßig richti­ge Entsprechung dar.

Wer in seinem Garten Vogelgezwitscher hören will, muss vorher in seinem Garten Bedingungen schaffen, unter denen sich die Piepmätze wohl fühlen. Ein Meisenring aus dem Supermarkt reicht nicht, es muss ein ruhiges Plätzchen geschaffen werden mit einer Wasserstelle … Sie wissen, was ich sagen/schreiben will.

Ebenso verhält es sich bei der Partneranziehung, wobei der jeweilige ,,Papageno“ der sich zum Partner wandeln soll, durch eine „Papagena“ angezogen wird, die für die richtigen Rahmenbedingungen gesorgt hat, und umgekehrt. Cosi fan tutte …

Längst nicht immer müssen so tiefschürfende Verände­rungen im Leben eines Menschen vorgenom­men werden, um Glück und Erfüllung zu fin­den.

Um das Unterbewusstsein bindungsfähig und bindungswillig einzustimmen, d. h. zu einer ersten oder neuen Partnerbeziehung zu bewegen, genügt es oft schon, den Blickwinkel für die eigenen Stärken und Schwächen zu verändern.

Wer Mauern einreißen will, oder einen Garten bestellen will, fängt am besten zunächst auf dem eigenen Grundstück an.

Religion, Spiritualität, Esoterik und Materielles


Was bedeuten eigentlich die Worte „religiös“, „esoterisch“, „materiell“ und „spiritueII“ genau?

Zunächst möchte ich einige Worte in ihrer Bedeutung erklären, die häufig in diesem Zusammenhang verwendet werden.
Religiös ist z. B. jemand, dem etwas heilig ist.

Der Begriff ,,spirituell“ ist abgeleitet von lateinisch ,,spiritus“, Geist.

Er bedeutet also: ,,Das Geistige betreffend“, gemeint ist ethisches „Rundumdenken“ und auch eine entsprechende Lebensweise.

,,Esoterisch“ ist ebenfalls ein Lehnwort aus dem Lateinischen.

Es bedeutet: ,,Das Verborgene betreffend.“

Der Gegensatz dazu ist ,,exoterisch“, also: ,,Das Offensichtliche betreffend.“ oder kurz gesagt: Esoterisch = meint den Blick nach innen, Exoterisch = meint die Welt außen.

Mit einigen Beispielen wird vielleicht besser verständlich, was damit gemeint ist:

Wenn ein Geschäftsmann eine neue Maschinenanlage für seine Fabrik kauft, um günstiger produzieren zu können, ist dies eine materiell orientierte Handlung. Sie ist deswegen aber nicht zwangsläufig moralisch oder ethisch verwerflich.

Bedenkt er dabei außerdem den Umweltschutz, bessere Arbeitsbedingungen für die bei ihm Beschäftigten, gesteigerte Qualität seiner Produkte und eine neue Art der Gestaltung seiner eigenen Arbeitssituation, die seiner eigenen Entwicklung als Mensch förderlich ist und mehr seiner Eigenart entspricht, dann handelt dieser Unternehmer spirituell; auch wenn er keine einschlägigen Bücher liest oder Seminare besucht, geschweige denn das ,,Fachvokabular“ kennt.

Verwendet er Orakelarbeit, Numerologie, gechannelte Botschaften und Rituale, um zu einem günstigen Preis zu der für ihn und seinen Betrieb optimalen Maschine zu kommen und den Widerstand seiner Belegschaft gegen die unbequeme Neuerung in konstruktive Beschäftigung mit den neuen Möglichkeiten umzuwandeln, dann handelt er esoterisch.

Eine esoterische Handlung muß nicht zwangsläufig moralisch und ethisch korrekt, also gleichzeitig spirituell sein. Sehr viele Menschen beschäftigen sich überwiegend mit den vielen interessanten Fachgebieten der. Esoterik, um gegenüber weniger informierten und geschulten Mitbürgern Vorteile zu haben. Und sei es nur, immer einen freien Parkplatz zu bekommen, wenn man will, die gutbezahlte neue Arbeitsstelle vor allen anderen Bewerbern zugesprochen zu bekommen oder in der Lotterie zu gewinnen.

Zusammengefasst bedeutet das:

Ein religiös orientierter Mensch ist jemand, dem etwas heilig ist.

Ein materiell orientierter Mensch denkt erstmal an sein eigenes Wohl und Überleben sowie an die Belange der ihm Nahestehenden (Familie, Freundeskreis etc.).

Ein esoterisch orientierter Mensch verwendet Kenntnisse über die den meisten verborgenen Gesetze der Natur und daraus erwachsende Fähigkeiten zur Bewältigung der Herausforderungen seines Lebens.

Ein spirituell orientierter Mensch bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen sowohl für sich und die ihm Nahestehenden zu sorgen, als auch möglichst vielen anderen Menschen/Wesen, Chancen zur Persönlichkeitsentwicklung und zur nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebensqualität zu eröffnen.

Das hat er mit dem Menschen, der im christlichen Glauben steht, m. E. gemeinsam.

Was zeichnet einen spirituellen Lehrer aus?

Aus dem eben Gesagten ergibt sich auch gleichzeitig eine Definition des Begriffes ,,spiritueller Lehrer“. Ein solcher Ausbilder versucht innerhalb des von ihm gelehrten Fachbereiches nicht nur zu seinem Wohl, sondern auch zum menschlichen und materiellen Wohlergehen der Schüler, die sich ihm anvertrauen, so gut er kann beizutragen. Der letzte Teilsatz ist besonders wichtig: Alles Menschliche ist grundsätzlich endlich und damit fehlerhaft. Von einem Menschen Perfektion in irgendeiner Hinsicht zu verlangen, zeugt von tiefem Unverständnis des offensichtlich von der Schöpferkraft so geschaffenen menschlichen Wesens.

Ein Erdenbürger kann sich nach bestem Wissen und Gewissen bemühen seinen privaten und beruflichen Verpflichtungen nachzukommen, aber er wird dabei immer wieder auf die eine oder andere Art versagen. Ist er spirituell orientiert, wird er immer versuchen, soviel als möglich aus seinen Fehlern zu lernen. Er wird Überzeugungen, die er gestern noch für Wahrheiten erachtete gern zur Disposition stellen, wenn er andere Ansichten kennen lernt, die besser geeignet sind, für Wachstum, Glück und Heil zu sorgen.

Seine Schüler werden viele nützliche Techniken und Informationen im fachlichen Bereich von ihm lernen, jedoch wird er bei der Ausbildung immer wieder durchblicken lassen, daß es vielleicht morgen Entwicklungen gibt, die noch besser sind. Menschliche Entwicklung zu fördern wird ihm, wenn irgend möglich, immer wichtiger sein, als sachliche Inhalte zu vermitteln, weil er verstanden hat, daß es für alle Beteiligten gefährlich ist, wenn unreife Menschen große Machtmittel in die Hände gelegt bekommen.

Ein spiritueller Lehrer wird seine Schüler regelmäßig dazu auffordern, ihre Überzeugungen und seine Ansichten ernsthaft zu hinterfragen, um selbständig zu werden und eigenverantwortliches Denken zu entwickeln.

Blinder Glaube an den Meister? – Nein Danke!

Blinden Glauben wird er nicht nur nicht verlangen, sondern auch vehement in Frage stellen, wenn seine Schüler ihn zeigen. Immer wieder wird er darauf hinweisen, daß es jederzeit im Leben etwas zu lernen gibt, und daß es sehr wertvoll ist, sich auch einmal ,,an anderen Quellen zu laben“, also bei anderen menschlich und fachlich guten Lehrern zu studieren.

Im Zweifelsfall wird er die harmonische Beziehung zu einem Schüler aufs Spiel setzen, wenn er gedrängt wird, bestimmte Inhalte zu vermitteln, die er entweder ethisch nicht korrekt findet oder für die er seinen Schüler zur Zeit noch nicht menschlich reif genug hält oder wenn er glaubt, daß es andere Dinge gibt, die sein Schüler zur Zeit dringender bearbeiten sollte, um nachhaltig glücklich, heil und erfolgreich zu werden.

Gerade der letzte Punkt verlangt natürlich einige persönliche Standfestigkeit seitens des Lehrers und die Fähigkeit mit seinen eigenen Ängsten bezüglich des Nicht-Geliebt-Werdens und des Nicht-Anerkannt-Werdens, sowie der Sicherung des eigenen materiellen Überlebens und Wohlergehens umzugehen.
Die tiefe Liebe eines spirituellen Lehrers zeigt sich nicht unbedingt dadurch, daß er den ganzen Tag über lächelt, immer nett und freundlich ist und mit sanfter Stimme spricht.
Stattdessen ist er stark genug, seine, wie bei jedem Menschen vielfältigen Gefühle offen zu zeigen und Verantwortung dafür voll zu übernehmen. Also nicht zu sagen, ,,Du bist schuld, daß es mir schlecht geht!“, sondern zum Beispiel: ,,Ich bin traurig und wütend. Mit dieser Situation kann ich im Moment noch nicht umgehen.“
Seine Liebe kommt dadurch zum Ausdruck, daß er im Zweifelsfall auch gegen seine kurzfristige persönliche Interessenlage seinen Schülern hilft, sich zu entwickeln, Eigenverantwortung, Liebe und Bewußtsein in sich wachsen zu lassen.