JEDER LEBT SEIN EIGENES LEBEN


Jeder lebt sein eigenes Leben

Eine Studentin, die sich besonders gründlich auf ihren Beruf als Philosophielehrerin vorbereiten wollte, reiste mehrere tausend Kilometer weit zu einem berühmten Weisen in den Himalaya.

Und sie fragte ihn: „Meister, was ist das Leben?“

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REICHTUM


Wie kann man durch COSCARA – Übungen die kreativen Schleusen öffnen?

Die Kreativität (Tarotkarte III) gehört zu den Säulen des Menschseins.

Kreativität hängt eng mit dem Begriff Erfolg zusammen. Aber unsere Kreativität kann häufig nicht fließen. Ein Sammelsurium aus Ängsten, Widerständen, Befürchtungen (z. B. das wir durch Erfolg jemand anderen verärgern könnten) und Rationalisierungen hält sie in uns verschlossen: Wenn wir den Mut haben, unsere Wünsche zu artikulieren, geben wir dem Universum etwas Neues – und wir bereichern es. Schöpferische Menschen sind im Wortsinne ihrem ,,Schöpfer“ ähnlich.

Unsere neurotische Gesellschaft produziert – wie könnte es auch anders sein -neurotische Geburten. Unsere negativen Einstellungen (Affirmationen) beginnen ja schon während der Geburt.

Armutsbewußtsein genauso: ,,Zum Überleben reicht es allemal.“

Später werden diese Erfahrungen (dass uns nichts Gutes zusteht) zu Ideen ,,verfeinert“.

Durch ein Widererleben und Erinnern ermöglicht uns die Meditation die Chance einer ,,Neuprogrammierung“:

,,ICH VERDIENE ES“. Über die Meditations-Techniken werden wir unseren Kreativitätsfundus öffnen, unser „Habenwollen“ zulassen, es ernst nehmen. Wir werden darauf kommen, was es wirklich ist, was uns fehlt. Und das ist meist etwas anderes, als wir denken.

WUNDER SIND MÖGLICH! Das haben COSCARA-Sitzungen und COSCARA-Seminare schon gezeigt.

Reichtumsbewußtsein hat sehr viel mit Selbstwert zu tun, nicht mit Geld. Ich kann soviel Geld haben, wie ich will, es ist vergebens, wenn es etwas anderes ist, was mir fehlt.


Dejavu

Ein Deja vu ist recht apart.
Doch… es hat Menschen oft genarrt.

Durch Endlos-Reinkarnation
kennen wir uns all recht lange schon.

Wir drängen wieder in die Welt
wenn uns das Horoskop gefällt.

Die Liebenden in Stadt und Land
fühln sich vom Partner gut erkannt.

Man sagt: Ich sah dich wie ein Beben,
ich kannt dich aus ´nem andern Leben.

Es ist das schönste Deja vu
wenn einer motzt, sofort perdü!;o)

Man hörts nicht gern und ist beklommen,
wenn keiner einen ernst genommen.

Märchen vom klugen, alten Weisen


Ein Märchen vom klugen, alten Weisen

Es war einmal vor vielen Jahren, da lebte im Orient ein alter weiser Mann. Er hatte eine ganz besondere Gabe: Er konnte Ereignisse voraussehen!

Er verlebte seine Tage damit, den vielen Menschen gute und bereichernde Vorkommnisse vorher zu sagen, die traurigen ersparte er sich und ihnen, denn er wollte in den schwierigen Zeiten, mit dem bösartigen König niemanden kränken und mutlos machen.

Viele Menschen pilgerten tagtäglich zu dem Weisen hin und stellten ihm ihre Fragen und er erkannte und wusste, dass es in dem Leben eines jeden Menschen in der Regel immer schöne und freudige Ereignisse geben wird, wenn dieser Mensch, auch den Mut und das Bewusstsein dafür hat, an etwas Schönes und Bereicherndes in seinem Leben zu glauben und es auch sehen, hören, empfinden und erkennen will!

Die Menschen verliessen den alten, weisen Mann mit Freude im Herzen, teilweise weinten sie vor Glück und gingen mit Zuversicht und Hoffnung wieder zurück in ihr Zuhause, in ihr Leben und zu ihren Familien und veränderten sich!

Eines Tages bemerkte der König, dass sich im Volk vieles verwandelt hatte. Die Menschen waren fröhlich und hatten viel Erfolg mit ihrer Arbeit und viele waren sehr wohlhabend geworden.

Das erzürnte den König sehr, denn er war leider ein König, der nicht mit Freude durch sein Leben ging sondern voller Neid und Boshaftigkeit auf sein Volk herab blickte und es gerne hatte, wenn sein Volk hungerte und darbte. Dann konnte er neue Gesetze erfinden und alle noch ein bisschen abhängiger machen. Er wusste: Arme Menschen sind leicht zu regieren, denn sie müssen sich um ihr tägliches Brot kümmern und haben in der Not keine Zeit, um sich um die wirklich schönen und angenehmen und wichtigen Dinge im Leben zu kümmern, denn die wollte er ganz alleine für sich haben!

Der König hatte nur eines im Sinn, Tag und Nacht grübelte er. Wie könnte er es erreichen, aus den Menschen seines Volkes wieder arme, hilflose Duckmäuser zu machen, die leicht zu regieren waren und auch gerne bereit waren, für ihn, der sich sehr gerne stritt und provozierte, den einen oder anderen Krieg zu führen. Er beratschlagte sich mit vielen Menschen von nah und fern, hauptsächlich mit gemeinen und boshaften Gestalten, wie er es schaffen könne, sein Vollk wieder zu den armen, geknechteten Untertanen zu machen, die sie vormals gewesen waren! Er zahlte sogar Gelder, liess Versammlungen einberufen und versuchte bei diesen, die Menschen davon zu überzeugen, dass das Böse, was er sah und das ihm sehr gefiel, das einzige Richtige für ihr Leben sei. Seine Spione mussten die Menschen ausfragen, um zu erfahren, wie sie diese Veränderung in ihrem Leben erreicht hatten!

Nach einer geraumen Zeit fand der König heraus, wer für den Wandel seines Volkes verantwortlich war, nämlich der weise alte Mann, der mit seinen positiven Voraussagen die Menschen ermutigte, sie stark und glücklich machte und ihnen damit den Zauber der eigenen Freiheit schenkte!

Der König beriet sich mit seinen Spionen und gemeinen Ratgebern und sie fanden einen Weg, wie sie den alten Mann aus dem Weg räumen könnten, nämlich mit List und Tücke und unendlicher Gemeinheit!

Ihr Vorschlag an den König war folgender: Sie würden einen kleinen Spatzen fangen, der König würde ihn in seinen Händen hinter seinem Rücken verstecken und er würde den weisen Mann fragen:“Weiser Mann, was verberge ich vor Dir hinter meinem Rücken?“ Da der weise Mann, sehr klug und vorausschauend war, würde er erkennen, dass der König einen Vogel verborgen hinter seinem Rücken in seinen Händen hielt. Dann solle der hinterlistige König fragen:“Du weiser, alter Mann, von dem so viele sagen, dass Du in die Zukunft schauen kannst, antworte mir auf meine Frage! Sag mir, ob der Vogel lebt oder tot ist?“

Zwei Möglichkeiten hatte der schlaue, böse König jetzt in der Hand. Antwortete der Weise:“Er lebt, würde der König den kleinen Spatzen in seiner Hand erdrücken, würde er sagen:“Er ist tot“, denn würde er den Spatzen fliegen lassen.

Der König ging in die ferne Stadt, auf den Marktplatz, wo er den weisen, alten Mann traf und sprach zu ihm:“Du weiser, alter Mann, Du hast mein Volk dazu gebracht, nicht mehr so zu leben, wie ich es für richtig fand. Du wirst mir eine Frage beantworten, deren Antwort nur ich wissen kann, wenn Du sie nicht beantworten kannst, musst Du sterben, wenn Du jedoch das Rätsel errätst, lasse ich Dir Dein Leben und mein Volk kann in Zukunft nach seinen eigenen Vorstellungen leben!“

Der weise, alte Mann erschrak zuerst, dann aber sprach er voller Selbstvertrauen zum König:“Ich kann in die Zukunft schauen und jedem Menschen seine Fragen beantworten, die für ihn wichtig sind! Auch Dein Rätsel kann ich lösen, zum Wohle Deines Volkes!“

Der König stellte sich voller Sicherheit, die er durch viele böse Gespräche und gemeine Gedanken in sich fühlte vor den Weisen hin und fragte ihn:“Was habe ich in meiner Hand verborgen?“ Da antwortete ihm der weise, alte Mann:“Einen kleinen Spatzen, ein Geschenk GOTTES, hast Du in Deiner Hand!“ Daraufhin erwiderte der böse König, ganz sicher, dass niemand, ausser ihm selber die Frage beantworten könne:“Du weiser, alter Mann, von dem so viele sagen, dass Du in die Zukunft schauen kannst, antworte mir auf meine Frage! Sag mir, ob der Vogel lebt oder tot ist?“

Darauf antwortete ihm der alte, weise Mann:“ Ob der Vogel lebt oder tot ist, das liegt ganz allein in Deiner Hand und was Du selber daraus machst!“

Da merkte der König, dass er verloren hatte und verliess sein Land. Sein Volk aber lebte von diesem Moment an noch viel glücklicher und in Freuden und liebevoller und reicher als zuvor und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!

…frei nach H.C. Andersen
Quelle www …

Osho – ein Sexguru? – Ein Interview


Osho – ein Sex-Guru?

Warum nennt man dich im Westen den »Sexguru«?
Das liegt an einer sehr, sehr langen, idiotischen Tradition des Westens – der christlichen Tradition der Unterdrückung und tiefen Ablehnung des Lebens und der Lebensenergien. Deswegen hat man mir diesen Stempel aufgedrückt. Ansonsten habe ich gar nichts mit Sex am Hut. Ich lehre euch nicht den Sex.

Wenn ich gelegentlich über Sex reden muß, dann liegt es nur daran, daß eure christliche, eure hinduistische, eure mohammedanische Tradition so repressiv gewesen ist. Ich bin nicht dafür veranwortlich; sie sind dafür verantwortlich. Sie haben das Leben der Menschen völlig gelähmt und verkrüppelt, und ihre ganze Strategie beruht auf der Unterdrückung der Energie, die wir »Sex« nennen.

Ihr müßt eines bedenken: Ihr habt nur diese eine Energie; ihr habt nicht viele verschiedene Energien – nur diese eine. Auf der untersten Stufe nennt man sie Sexualenergie. Wenn ihr sie verfeinert, wenn ihr sie transformiert – durch Meditation, durch die Alchemie der Meditation –, dann fängt diese Energie an, aufzusteigen. Sie wird zur Liebe, sie wird zum Gebet. Es ist dieselbe Energie in verfeinerter Form.

Sex ist etwas Rohes, Unbehauenes – wie ein roher Diamant, wenn er gerade aus der Mine kommt. Er muß erst behauen und geschliffen werden, und das erfordert viel Arbeit. Erst dadurch wird es möglich, ihn überhaupt als Diamant zu erkennen.

Der Kohinoor, der größte Diamant dieser Welt, hatte drei Jahre im Hause eines Bauern gelegen. Seine Kinder spielten damit, weil sie nicht wußten, daß es ein Diamant war. Er sah einfach wie ein schöner Stein aus. Der Bauer hatte ihn seinen Kindern gegeben.

Durch reinen Zufall hielt sich ein wandernder Sucher, ein Sannyasin, in der Hütte auf. Er traute seinen Augen nicht! Dieser Sannyasin war früher einmal Juwelier gewesen. Er sagte zu dem Bauern: »Bist du nicht ganz bei Trost? Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen solchen Diamanten gesehen, und ich habe die größten Steine in Händen gehabt! Das ist kein gewöhnlicher Stein.«

Und der Bauer sagte: »Er liegt schon seit drei Jahren hier. Ich fand ihn eines Tages auf meinem Acker. Durch den Acker fließt ein kleiner Bach« – es geschah an einem Ort, der Golconda heißt – »und im Sand dieses Baches fand ich ihn. So brachte ich ihn für meine Kinder nach Hause, und sie spielen damit.«

Man verständigte sogleich den Nizam von Hyderabad, den Herrscher dieses Gebietes. Er war ein Diamantenliebhaber und konnte seinen Augen nicht trauen. Er belohnte den Bauern mit Millionen von Rupien.

Heute ist dieser Kohinoor der Diamant Nummer eins auf der ganzen Welt. Er gehört zur Krone der englischen Königin. Heute hat er nur noch ein Drittel seines ursprünglichen Gewichts. Was geschah mit den anderen zwei Dritteln? Zwei Drittel wurden entfernt durch das Schleifen und Verfeinern. Zwei Drittel des Diamanten sind verschwunden, nur noch ein Drittel ist übriggeblieben. Aber je mehr er geschliffen wurde, je mehr er verfeinert wurde, um so wertvoller wurde er. Er hat gegenüber dem ursprünglichen Gewicht millionenfach an Wert hinzugewonnen.

Sex ist rohe Energie. Sie muß transformiert werden, und durch Transformation geschieht Transzendenz. Doch anstatt sie zu transformieren, haben die Religionen sie nur unterdrückt. Und wenn man sie unterdrückt, ist die natürliche Konsequenz ein pervertierter, vom Sex besessener Mensch.

Jene Leute, die mich »Sexguru« nennen, sind besessen vom Sex. Ich habe über Sex nicht mehr geredet als über Meditation, Liebe, Gott, Andacht, aber niemand scheint sich für Gott, Liebe, Meditation, Andacht zu interessieren. Doch sobald ich etwas über Sex sage, stürzen sich alle sofort darauf.

Von meinen dreihundert Büchern handelt nur eines vom Sex, und auch dieses nicht zur Gänze. Der Name des Buches ist »Vom Sex zum kosmischen Bewußtsein«. Nur der Anfang handelt vom Sex. Je tiefer das Verständnis, um so mehr geht es in Richtung kosmisches Bewußtsein, in Richtung Samadhi. Dieses Buch hat Millionen von Menschen erreicht. Es ist seltsam, aber meine anderen Bücher haben nicht so viele Menschen erreicht. Es gibt keinen einzigen Hindu-Heiligen, Dschaina-Heiligen, keinen einzigen Mahatma in Indien, der es nicht gelesen hätte. Es wurde in jeder möglichen Hinsicht diskutiert, kritisiert, analysiert und kommentiert, und zahlreiche Bücher sind als Entgegnung geschrieben worden – als ob es das einzige Buch wäre, das ich verfaßt habe!

Warum so viel Aufhebens? Die Leute sind wie besessen, insbesondere die religiösen Leute. Dieser Stempel des »Sexguru« stammt von den religiösen Leuten.

»Hat der Pornofilm, den wir gesehen haben, Sie schockiert?« fragt ein Freund den Bischof. Der Bischof: »Beim zweiten Mal war ich mehr schockiert.«

Die Art und Weise, wie man die Menschen seit Jahrhunderten erzieht, ist lebensverneinend. Ich bejahe das Leben mit allem, was es mit sich bringt. Das bedeutet nicht, daß ich nicht möchte, daß ihr euch verändert. Im Gegenteil, es ist die einzige Möglichkeit, sich zu verändern: Zuerst muß man akzeptieren, wo man steht und wer man ist. Zuerst müßt ihr eure Realität untersuchen, nur dann könnt ihr Wege finden, um über sie hinauszugehen. Ihr müßt alle Gegebenheiten eurer Existenz erforschen.

Und Sex ist eines der wichtigsten Phänomene – ja das allerwichtigste Phänomen in eurem Leben. Aber wir werden von Kindheit an getäuscht; man belügt uns, was Sex betrifft. Und an dem Tag, an dem wir die Tatsachen des Lebens herausfinden, taucht eine große Schuld auf, so als hätten wir etwas Kriminelles getan. Das Kriminelle haben euch eure Eltern, eure Priester, eure Politiker, eure Pädagogen angetan. Sie haben in euch eine solche Konditionierung erzeugt, daß ihr die Tatsachen eures Lebens und deren Auswirkungen nicht erforschen könnt. Man hat euch betrogen, man hat euer Vertrauen mißbraucht.

Darum kann kein Kind seine Eltern wirklich respektieren; sie alle haben es getäuscht. Kein Schüler, kein Student kann seine Lehrer, seine Professoren respektieren; sie alle haben sein Vertrauen mißbraucht. Er hat ihnen vertraut, aber sie haben ihn belogen. Totale Lügen! Aber diese Lügen sind so tief in euch eingedrungen und haben sich in so dicken Schichten um euren Kern herumgelegt, daß ihr Angst bekommt, sobald ihr anfangt, die Wirklichkeit zu entdecken. Ihr tut etwas Unrechtes – etwas, das man nicht tun darf!

Die kleine Lotte kommt ins Badezimmer, während die Mutter gerade badet. Als sie die Brüste der Mutter sieht, fragt sie: »Mama, was hängt denn da vorn bei dir runter?«
»Das?« antwortet die verwirrte Mutter. »Ach, das sind Luftballons, Lottchen.« Lottchen läßt nicht locker: »Und wozu sind die da?«
»Wenn man stirbt, werden sie aufgeblasen, und dann schwebt man in den Himmel!«
Nach kurzem Nachdenken sagt die Kleine: »Mama, ich glaub, unser Hausmädchen stirbt. Ich hab gerade gehört, wie sie gesagt hat: >Oh Gott, ich komme!<, und der Papa liegt auf ihr drauf und pumpt ihr die Luftballons auf!«

Die Kinder werden irgendwann die Wahrheit herausfinden. Wie lange könnt ihr sie vor ihnen verstecken? Es ist unnötig, irgend etwas zu verstecken; man sollte alles erklären. Wenn das Kind fragt, sollte man alles erklären, wie es ist. Es ist unnötig, die Köpfe der Kinder von Anfang an mit Lügen zu füllen. Stopft ihnen die Köpfe nicht mit Lügen voll, denn wie lange könnt ihr die Tatsachen vor ihnen verbergen? Sie werden sich manifestieren, und dann ist das Kind in Schwierigkeiten, dann sitzt es in der Klemme. Es wird geteilt sein, gespalten. Seine Konditionierung wird ihm sagen: »Es ist nicht recht«, und das Leben wird sagen: »Tu es!« Seine Biologie wird das eine sagen und sein Kopf das andere. Ihr habt eine schizophrene Situation für das Kind geschaffen.

Ich bin gegen dieses Verbrechen. Ich möchte, daß jedes Kind über alle Tatsachen des Lebens vollständig informiert wird, so wie sie sind. Es ist unnötig, Schuld zu erzeugen. Doch eure Religionen beruhen auf Schuld. Sie haben viele Schleier vor eure Augen gezogen. Und diese Schleier sind falsch, unwahr, absolut verlogen; sie verzerren alles.

Meine Achtung vor der Wahrheit ist absolut, und alles andere ist mir gleichgültig. Ihr habt eine häßliche Menschheit geschaffen. Ich möchte einen Menschen schaffen, der in der Wahrheit ruht, in der Wahrheit lebt, der nicht gespalten ist, der nicht krank ist, sondern gesund und vollständig und intelligent, und der von nichts besessen ist. Eure Religionen erzeugen Besessenheit. All eure Schriften sind voll von Besessenheit, sie strotzen vor Sexbesessenheit.

Die Religionen haben eine merkwürdige Situation geschaffen. Sie haben eure Besessenheit mit Sex erzeugt, und dann machen sie euch dafür verantwortlich. Sie tragen die Schuld dafür, daß sie bei den Menschen Schuld erzeugen, aber euch machen sie Schuldgefühle. Es liegt eine subtile Strategie und Politik darin, Schuld bei den Menschen zu erzeugen. Sobald jemand anfängt, sich schuldig zu fühlen, wird er schwach, wird er unintelligent. Sobald jemand anfängt, sich gespalten zu fühlen, kann man ihn beherrschen, kann man ihn ausbeuten. Er verliert seine Unabhängigkeit. Er wird zum Sklaven einer Kirche, eines Staates, einer Ideologie, einer Philosophie, einer Theologie. Er ist kein Individuum mehr; er kann nicht rebellieren. Die ganze Menschheit wurde in Chaos und Verwirrung gestürzt, und der ganze Trick bestand darin, euer Denken in bezug auf Sex zu vergiften.

Sex ist ein natürliches Phänomen; man braucht sich darüber keine Sorgen zu machen. Und wenn ich manchmal darüber sprechen muß, dann ist es wegen dieser Religionen. Wenn der Mensch einmal von religiöser Ausbeutung und von repressiven religiösen Konventionen und Traditionen befreit ist, dann wird es nicht mehr nötig sein, über Sex zu reden. Dann können wir uns den subtileren, wissenschaftlichen Methoden zuwenden, wie er in höhere Energieformen umgewandelt werden kann.

Sex entspricht dem untersten Energiezentrum eures Daseins, und Samadhi dem höchsten, dem siebten Zentrum. Es ist wie eine Leiter mit sieben Sprossen. Die Sexenergie muß Sprosse für Sprosse nach oben bis zum siebten gebracht werden, wo sie sich wie ein tausendblättriger Lotus öffnet. Man wird erst zu einem Buddha, wenn man den Sex transformiert hat.

Der Stempel, den man mir aufgedrückt hat, ist absolut falsch. Nur um mich zu verurteilen, nennen sie mich den »Sexguru«, aber in Wirklichkeit sind sie die Verbrecher!
Auszug aus Osho, Zen: The Special Transmission, 4. Kapitel