Invokavit – Invocavit – ein interessanter Sonntag


Invokavit – Invocavit – ein interessanter Sonntag

Unser Pastor Herr Füsgen hat es uns heute von der Kanzel aus erklärt:

Komplett heisst dieser Passus: „Invocavit me, et ergo exaudiam eum“

Das hat zu tun mit dem Psalm 91, Vers 15;) „Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören“ (Ps 91,15 EU).

Wir hörten die Erzählung von der Versuchung Jesu und danken Gott, dass wir in ihm einen Schöpfer haben, der durch sein Opfer für uns die Erlösung gewirkt hat.

So können wir, die wir immer wieder die Versuchung erfahren und ihr oft unterliegen, getrost leben.

Invocavit, Invokavit, das ist der 6. Sonntag vor Ostern; in der katholischen Kirche wird er der 1. Sonntag der Fastenzei genannt; die evangelische Kirche nennt ihn den 1. Sonntag der Passionszeit.

In der Fastenzeit, so erklärte mir ein katholischer Chorsänger, gibt es in der Liturgie kein Gloria und kein Halleluja. Oft wird auch nicht mit vollem Geläut zum Gottesdienst gerufen. Die liturgische Farbe ist Violett.

Das hat mir schon früh zu Zeiten meines oft erwähnten Pastor Meyer gefallen, dieser Passus, der irgendwo zu lesen war:

„Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein!“

An solchen Sonntagen und an diesem Sonntagmorgen speziell, kommen in ruhigen Minuten nach dem Betrachten der Katastrophenbilder aus Japan schier kafkaeske Fragen auf.

Ja, wem verdanken wir denn nun eigentlich unser Leben? Wem haben wir zu danken? Den Eltern? Oder sonst wem?

Uns selbst doch sicher am wenigsten.

Haben Sie mal aufgeschrieben, wem Sie es zu verdanken haben, dass Sie Ihren Partner, Ihre Partnerin kennengelernt haben?

War es Schicksal? Schicksal, das ist ein Begriff für Lebensblinde.

Zufall? Das mag ein interessanter Blickwinkel für Mathematiker, Metaphysiker, Statistiker und Chaosforscher sein.

Sagt das vielleicht Ihr Kopf?

Was haben aber Ihr Herz und ihre Seele dazu zu sagen?
Woher kommen Ihre Kinder bzw. Enkelkinder?

Wie haben Sie beim letzten Sonnenaufgang im Urlaub beim Anblick eines Landschafts-Panoramas seelisch empfunden?

Was trauerte in Ihnen, als liebe Menschen aus Ihrem engeren Familien- und Freundeskreis wegstarben?

Haben Sie sich das einmal aufgeschrieben?

Nehmen Sie die Frage als Anregung, schreiben Sie es auf! Vielleicht wird die Liste lang?

Dann lesen Sie die Liste, irgendwann, in aller Ruhe!
In ein paar Tagen darf die Liste überarbeitet, korrigiert werden.
Sie werden spüren, wohin sie das führt!

Denn wenn Sie das tun, kommen Sie auf eine Spur, die Sie zu den Religionen führt.

Die Religionen und ihre Führer sagen längst nicht immer, dass sie Antworten gefunden haben.

Aber sie haben sich auch nie verdrückt, wenn es um wichtige Lebensfragen ging.

Die Heiden, die um euch her übrig geblieben sind, sollen erfahren, dass ich der HERR bin, der da baut, was niedergerissen ist, und pflanzt, was verheert war.
Hesekiel 36,36

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