Kein Mensch ist gegen die Empfindung gefeit, die man Defizit nennt. In der defizitär empfindenden Phase fragt man sich: Wo sind nur die “Schmetterlinge im Bauch” geblieben? Liebe und Begehren scheinen irgendwann abhanden gekommen zu sein. Wo ist es, jenes aufregende und begierige Gefühl, dass sich automatisch einstellte, sobald der Partner nur in die Nähe kam? Inzwischen reizt die Nachtlektüre mehr als leidenschaftliches Bettgeflüster mit dem einst heißbegehrten Lover. Die Liebe ist da, aber der eigentliche Kick, der die Partnerschaft auch im Sog des Alltäglichen zum erotischen Abenteuer werden lässt, fehlt. Manchmal ist es wie früher, einfach traumhaft – aber zu selten. Resigniert von der Vergänglichkeit des Verliebtseins suchen Frauen wie Männer sexuelle Abwechslung und Befriedigung außerhalb der festen Beziehung.
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9. Januar 2012 – 18:57
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Moin moin!*
Wochenspruch für den 12. Sonntag nach Trinitatis
3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.
Jesaja 42, 3
Sollte ich mal gefragt werden, was Glauben ist/heißt, dann… greife ich vielleicht zu diesem Zitat:
“Das allein bedeutet Glauben: Buchstäblich keinen Boden mehr unter den Füßen und keine Kraft mehr in sich selbst zu haben und dennoch zu vertrauen.”
Zitat Ende.
Manfred Hausmann, eigentlich Manfred Georg Andreas Hausmann, war ein deutscher Journalist und Schriftsteller.
Geboren 10.9.1898 in Kassel (Hessen), Deutschland,
gestorben 6.8.1986 in Bremen (Freie Hansestadt Bremen), Deutschland.
*Regelmäßige Leser wissen Bescheid…
Jeder lebt sein eigenes Leben

Eine Studentin, die sich besonders gründlich auf ihren Beruf als Philosophielehrerin vorbereiten wollte, reiste mehrere tausend Kilometer weit zu einem berühmten Weisen in den Himalaya.
Und sie fragte ihn: “Meister, was ist das Leben?”
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Sonntag, den 28. August 2011, 10. Sonntag nach Trinitatis
Wochenspruch:
Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe
erwählt hat.
Psalm 33, 12
29. August 2011 – 10:00
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Sie saßen im renovierten Radisson beim Essen, diesmal in angenehmer Damenbegleitung. Die Damen erschienen mir wie Silhouetten, scharf wie Scherenschnitte, ihre Kleidung war exquisit und ausdrucksstark, die Damen brauchten eine Bühne. Rüschen flatterten, Assessoires funkelten ein wenig, Ich sah Säume wippen… Sind wir nicht alle Kinder… Prinzessinnen? Es war die Stunde, in der man sich wünscht, die Uhr würde rückwärts laufen…
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13. Juli 2011 – 12:14
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Das Geheimnis des Glanzes
Die beiden Freunde, von denen ich schon etliche Male erzählte, saßen sich wieder einmal speisend im Interconti gegenüber.
Wiederholt hatte ich Gelegenheit, durch die Akustik begünstigt, große Teile ihres interessanten, manchmal frivolen Gespräches zu hören. Sie waren Geschäftsleute, Herren in meinem Alter, die auch über Wertpapiere und Geschäftsambitionen sprachen. Ich meine sie von der Schule her zu kennen, bin aber nie diesbezüglich auf sie zugegangen. Das Zuhören schien mir bisher immer interessanter.
Besonders gern hörte ich Ihnen zu, wenn es, wie heute wieder, um die Damenwelt ging…
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27. Juni 2011 – 21:08
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Das ist der eigentliche Maßstab unseres Wertes: das Wachstum der anderen durch unsere Liebeskraft. An ihm erfahren wir unsere Schwere und auch das fürchterliche »Gewogen, gewogen und zu leicht befunden«, das uns im Versagen deutlich wird.
Es gibt ein Sterben, das schlimmer ist als der Tod und das darin besteht, daß ein geliebter Mensch das Bild, mit dem wir in ihm lebten, in sich abtötet. Wir löschen in ihm aus. Das kann durch dunkle Strahlung kommen, die wir senden; die Blüten schließen sich leise vor uns zu.
(EJ, Paris, Feb.1943)
Quelle: Gerade im www gefunden, es passt gerade so…
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29. April 2011 – 13:48
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